Überfahrt nach Bagenkop

Nun steht die Überfahrt nach Bagenkop an, auch wenn das Wetter weniger einladend ist. Laut Wetterbericht sind umlaufend 3 angekündigt, die später auf SE 4 drehen sollen. Immerhin vom Wind her sollte es passen, auch wenn es mittags noch nieselt.

Unter Motor geht es aus Heiligenhafen hinaus und gleich hinter Ortmühle werden alle Segel gesetzt. Das geht hier immer sehr schön, kurz aus dem Fahrwasser raus, Segelhoch und wieder zurück. Erinnert mich hier immer wieder an den SKS Törn 2008, wir haben die Segelmanöver hier bis zum Umfallen geübt.

Der Wind kommt aus E bis NE mit 3 Bft. und wir können auf einem schönen Halbwindkurs segeln. Meiner Frau wird etwas mulmig, es ist das erste Mal das wir kein Land mehr sehen und das macht sie etwas nervös. Außerdem macht sich bei ihr etwas Seekrankheit bemerkbar, dabei haben wir hier höchstens einen halben Meter Welle.

Es ist eine sehr schöne Fahrt und wir finden auch noch einen Liegeplatz obwohl wir heute Samstag haben. Normalerweise ist der Hafen ja dann von Charterschiffen überfüllt. Das Anlegemannöver ist nicht so gut gelaufen, ich muss mich wahrscheinlich etwas besser ausdrücken wenn ich darum bitte die Luv Heckleine zu belegen. Ich drücke meiner Frau die Heckleine in die Hand und lasse das Boot eingekuppelt nach vorne treiben. Springe schnell an Land und ziehe die Luvleine durch den Ring, das ist hier ja immer etwas blöd in Bagenkop. Als ich zurück schaue sehe ich das wir gar keine Heckleine am Dalben haben! Immerhin haben wir eine Landverbindung und so brauchen wir nur etwas zurücksetzen und die Heckleinen belegen. Bei mehr Wind hätte das aber echte Probleme geben können.

Bagenkop ist ein toller Hafen, besonders gefallen uns die roten Häuschen mit dem Aussichtsturm. Ich weiß gar nicht warum viele so auf den Hafen schimpfen, wir finden es hier sehr schön.

Und es gibt hier kostenfreies WLAN 🙂