Heiligenhafen

Nach den ersten kleineren Törns in der Kieler Förde sollte es heute mal ein größerer Schlag werden. Ich habe mit für diesen Törn Heiligenhafen ausgesucht, den Hafen kenne ich noch von der SKS Ausbildung her. Außerdem sieht das Wetter nicht so beständig aus, da möchte ich lieber kein Gewitter mitten auf der Kieler Bucht riskieren, dafür kenne ich das Boot noch nicht gut genug

Um 14 Uhr ging es in Wendtorf los, trotz dicker Wolken am Himmel wollte ich es riskieren. Die Stegnachbarn meinten das es vielleicht besser wäre im Hafen zu bleiben. Aber wenn ich noch länger gewartet hätte wäre es ziemlich spät geworden in Heiligenhafen. Und ich wollte nun endlich mal einen größeren Schlag machen. Also hatte ich alle Vernunft über Bord geworfen und war ausgelaufen.

Am Anfang ging es gut voran, hoch am Wind mit 3 Bft. aus SE. Um 17.30 Uhr ist der Wind dann eingeschlafen und die dicken Wolken kamen in der Howachter Bucht immer näher. Also schnell die Segel runter bevor das Gewitter kommt. Dank der SE Winde werden die Wolken aber wieder auf die Kieler Bucht getragen und das befürchtete Gewitter bleibt aus.

Querab von Heiligenhafen ist der Wind auch wieder da und die Tücher können wieder hoch. So geht es dann unter Segel am Graswader vorbei und um die E-liche Kardinale herum ins Fahrwasser nach Heiligenhafen. Was für ein Gefühl, das letzte mal bin ich hier nach der praktischen SKS Prüfung zurück in den Hafen gefahren. Damals mit der Ausbildungsyacht einer Gib Sea 442. Und diesmal auf eigenem Kiel, das ist schon was ganz anderes. Kurz vor dem Yachthafen gehen die Segel wieder runter und der Diesel wird angeworfen.

Einen Liegeplatz hatte ich dann an Steg 6 gefunden und das erste Einhand Anlegemanöver in einem anderen Hafen klappt sofort. Besser geht es doch nicht, schnell das Boot vertäut und dann hieß es den Hafenmeister suchen. Der hatte um die Uhrzeit allerdings schon Feierabend aber zum Glück war ein freundlicher Segler so nett mir den Code zu den sanitären Anlagen zu verraten.

Es gab später Spaghetti auf dem Boot und dann hatte ich noch einen Abstecher zum Gemeinehafen unternommen.